Zum heutigen Verhandlungsangebot des Präsidiums der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erklärt der bildungspolitische Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE, Ratsherr Florian Jansen:
„Indem das Rektorat der CAU eine Offene Besetzung der Alten Mensa bei beiderseitiger Rücksichtnahme bis auf Weiteres zulässt, hat die Universitätsleitung das richtige Augenmaß im Bildungsstreik erkennen lassen.
Bevor die Studierenden heute eine Demonstration mit einigen hundert TeilnehmerInnen durchführten, hat das Präsidium der Christian-Albrechts-Universität in einem Gespräch einen Kompromissvorschlag auf den Tisch gelegt. Danach haben die BesetzerInnen während der Vorlesungszeit auf Ersatzräume auf dem Universitätsgelände auszuweichen und können nach den Lehrveranstaltungen in die Alte Mensa zurückkehren. Dies gelte auch für das heutige abendliche Plenum, auf dem über dieses Angebot abstimmt werde.
Das Abrücken der Universitätsleitung von zivil- und strafrechtlichen Drohungen bis hin zu Exmatrikulationen von Amts wegen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch inhaltlich schien sich das CAU-Präsidium den berechtigten Forderungen der protestierenden Studierenden nicht verschließen zu können. Diese Forderungen liegen jetzt in einem Forderungskatalog vor, der u.a. folgende Punkte enthält:
Verstärkte studentische Mitbestimmung, Ausfinanzierung der Hochschulen, allgemeiner Zugang zu Masterstudiengängen nach Bachelor-Abschluss, Abbau von Prüfungsdruck sowie von Bürokratie bei Klausuranmeldungen, Verzicht auf Anwesenheitslisten, Studium ohne Fristendruck und Bereitstellung studentisch verwalteter Räume.
Die Ratsfraktion DIE LINKE erklärt auch weiterhin ihre volle Solidarität mit den BesetzerInnen der Alten Mensa und ihren Forderungen.“