DIE LINKE in Schleswig-Holstein hat den angekündigten Teilverkauf der HDW-Werft an die Bremerhavener Rönner Gruppe scharf kritisiert. Die LINKEN forderten den Eigentümer, die Thyssen-Krupp AG, auf, seine Pläne zu stoppen. Uli Schippels, der Kieler Kandidat der LINKEN für die Landtagswahl, erklärte dazu: "Hier zeigt sich wieder einmal, wie ein Konzern sich über die Interessen seiner Beschäftigten und des Gemeinwohls hinwegsetzt". Der zivile Schiffsbau müsse erhalten bleiben, eine rein militärische Ausrichtung der ThyssenKrupp Marine Systems lehne sein Partei ab.
Dazu erklärte Ratsherr Stefan Rudau von der Kieler Ratsfraktion DIE LINKE: "Die Interessen der Beschäftigten stehen für uns dabei im Vordergrund". Interessant sei an dem Angebot der Rönner-Gruppe lediglich das zusätzliche Geschäftsfeld Offshore-Windkraft. "Aber auch dieser Bereich darf nicht zu Lasten des zivilen Schiffbaus gehen - und vor allem nicht zu Lasten der ArbeitnehmerInnen", so Rudau.
Der Teilverkauf der Werft wird Thema einer aktuellen Stunde in der morgigen Ratssitzung sein. "Für die Kieler Ratsfraktion DIE LINKE stehen die Sorgen der Beschäftigten und ihrer Familien im Mittelpunkt der Debatte", kündigte Rudau, der auch Mitglied im Hauptauschuss ist, an.