Zur Krise des Konzerns Arcandor und der Karstadt Warenhaus GmbH erklärt der Vorsitzende der Ratsfraktion DIE LINKE, Florian Jansen:
"Die Ratsfraktion DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit den Kieler Karstadt-Angestellten.
Die Managementfehler des Mutterkonzerns Arcandor dürfen nicht zu Lasten der Karstadt-Angestellten gehen.
Gerade in Anbetracht der wirtschaftlich ohnehin schwierigen Situation in Kiel ist die Landeshauptstadt auf den Erhalt der 470 Arbeitsplätze direkt bei Karstadt angewiesen.
Karstadt prägt seit über 115 Jahren die Kieler Innenstadt. Sollten die Kieler Karstadt Warenhäuser ihre Tore schließen, würde das auch für viele der kleineren Geschäfte im Sophienhof und der Holstenstraße schwere Einbußen nach sich ziehen. Es wäre müßig, sich in diesem Fall noch Gedanken über eine weitere Belebung der Kieler Innenstadt zu machen.
Auch wenn die aktuelle Krise von Arcandor und Karstadt nicht wie bei anderen Konzernen durch die Weltwirtschaftskrise ausgelöst wurde ist hier eine staatliche Unterstützung sich angebrachter als in vielen anderen Fällen.
Jetzt sind sowohl die Arcandor-Aktionäre als auch die Bundesregierung gefordert, alles was möglich ist zu tun, um die Karstadtfilialen zu erhalten.