In der Elmschenhagener Ortsbeiratssitzung am 26.Mai 2009 wird auf Initiative der Linken das Thema „Situation für Menschen mit Behinderung rund um das St. Antoniushaus“ behandelt.
Der Linke Ortsbeirat in Elmschenhagen Holger Pohreep ist von einer Bewohnerin des St. Antoniushauses angesprochen worden, die ihre Probleme schilderte mit dem Rollstuhl zum Bebelplatz und zur Bushaltestelle zu kommen.
Im Antoniushaus, das schwerpunktmäßig ein Zuhause für Kinder ist, werden junge Erwachsene in eigenen Wohnungen auf ein selbständiges Leben vorbereitet.
Eine „Begehung“ der Wege gemeinsam mit der Bewohnerin im E-Rollstuhl hat ergeben, das diese Selbständigkeit für Rollstuhlfahrer/in aber schnell im Sand endet.
Der Fußgängerweg der Egerstr. auf der Seite des St. Antoniushauses ist auch bei trockenem Wetter ein Hindernisparkcour aus Schlaglöchern und parkenden Autos.
Ein Überqueren der Straße auf die gepflasterte Seite ist nur schwer möglich.
Auch am Bebelplatz sind Absenkungen teilweise zu hoch, oder fast ständig zugeparkt.
Vor dem Altenheim am Bebelplatz ist die Absenkung zu flach, aber endet dann ebenfalls im Sand.
Hier können Blinde (und auch Blindenhunde) wegen einer fehlenden Kante nicht erkennen, wo die Straße beginnt.
Norm ist 3 cm hohe Absenkungen oder zweireihige Riffelsteine um ein ertasten mit dem Stock zu ermöglichen. 3 cm Kantsteine an Absenkungen sind auch von den meisten Rollstuhlfahrer/in zu überwinden.
Nach Aussagen von Mitarbeitern des Antoniushauses sind die Wege auch für Schiebende mit Rehakarren oder Sitzschalenuntergestellen nur schwer begehbar.
Auch die Stadtteilbücherei ist nicht barrierefrei zu erreichen.
Diese Problematik wurde am 28. April 2009 von den Linken im Ortsbeirat eingebracht.