Antrag:
Der 9. Spiegelstrich:
„Die Hermann-Löns-Schule wird zum Schuljahr 2009/10 zur Regionalschule mit Grundschule.
Die Theodor-Möller-Schule und die Freiherr-vom-Stein-Schule werden zum Schuljahr 2010/11 zur „Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule mit Grundschule“ zusammengelegt.“
wird geändert in:
„Die Hermann-Löns-Schule wird zum Schuljahr 2009/10 zur Regionalschule mit Grundschule.
Die Theodor-Möller-Schule, die Freiherr-vom-Stein-Schule und das Gymnasium Elmschenhagen werden zum Schuljahr 2010/11 zur „Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule mit Grundschule“ mit gymnasialer Oberstufe zusammengelegt.“
Der 6. Spiegelstrich:
„Die Max-Tau-Schule wird zum Schuljahr 2009/10 Regionalschule mit Grundschulteil. Im BZM entsteht aus der Haupt- und Realschule eine Gemeinschaftsschule als gebundene Ganztagsschule.
Wegen der Größe und Komplexität des Bildungszentrums werden das Gymnasium und das Förderzentrum mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (bisher: Schule für Körperbehinderte) jeweils eigenständig im Gebäudekomplex geführt“
wird geändert in:
„Die Max-Tau-Schule wird zum Schuljahr 2009/10 Regionalschule mit Grundschulteil. Im BZM entsteht aus der Haupt- und Realschule und dem Thor-Heyerdahl-Gymnasium eine Gemeinschaftsschule als gebundene Ganztagsschule mit gymnasialer Oberstufe.
Das Förderzentrum mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung (bisher: Schule für Körperbehinderte) wird eigenständig im Gebäudekomplex geführt“
Begründung:
1. Das Schulgesetz sieht vor, dass Schulen die im selben Gebäudekomplex untergebracht sind zusammengefasst werden sollen.
2. Es liegen keine inhaltlichen Begründungen vor, die einen Erhalt des Gymnasiums in seiner jetzigen Form rechtfertigen.
3. Die Vorteile der Gemeinschaftsschule liegen auf der Hand. Die Grundannahme die dem bisherigen mehrgliedrigen Schulsystem zugrunde liegt besteht darin, dass es mehrere unterschiedliche Lerngruppen unter den SchülerInnen gibt. Innerhalb der einzelnen Lerngruppen wird dabei von einem relativ einheitlichen Leistungsvermögen ausgegangen. Unter Fachleuten herrscht allerdings seit langer Zeit Einigkeit darüber, dass alle SchülerInnen sehr unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen mitbringen, dass einzelne SchülerInnen in unterschiedlichen Fächern unterschiedliche Fähigkeiten haben und dass das Leistungsvermögen der einzelnen SchülerInnen in den unterschiedlichen Fächern im Verlauf der Schullaufbahn stark variieren kann. Deshalb gibt es ebenso viele unterschiedliche Lerngruppen wie SchülerInnen und die Zuteilung zu Regionalschulen und Gymnasien ist sehr künstlich und kann den Schülern in den seltensten Fällen gerecht werden.
4. Die OECD-Studie belegt, dass die Bildungsmobilität in Deutschland sehr gering ausgeprägt ist. In kaum einem anderen Industriestaat ist der Ausbildungsabschluss von SchülerInnen so sehr vom sozialen Hintergrund ihrer Familien ab wie in Deutschland. Ein mehrgliedriges Schulsystem trägt dazu bei, diesen Zustand zu erhalten und zu verfestigen. Gymnasien sind darauf ausgelegt die zukünftige Bildungselite heranzubilden und gerade SchülerInnen aus einem sozialschwachen Elternhaus wird es erschwert, die Schwierigkeiten die häufig im Verlauf einer Schullaufbahn auftreten durch Maßnahmen wie private Nachhilfe und Förderung auszugleichen. Gemeinschaftsschulen sorgen hier durch eine binnendifferenzierte Förderung aller SchülerInnen für mehr Chancengleichheit.
5. Der binnendifferenzierte Unterricht und die individuelle Förderung in einer Gemeinschaftsschule führt zu einem insgesamt höheren Bildungsniveau und gleichzeitig für bessere Ergebnisse in der Leistungsspitze.