Antrag:
Kleine Anfrage
1) Zu wie vielen Unfällen ist es an o.a. Kreuzung in den letzten 2 Jahren gekommen?
2) Steigt das Gefahrenpotential der Kreuzung durch Teilverlagerung des Verkehrs von der Bahnhofstraße ?
3) Welche Möglichkeiten sieht die Landeshauptstadt Kiel, durch deutlichere oder veränderte Markierungen, Änderung der Ampelphasen oder bauliche Maßnahmen das Gefahrenpotential für FußgängerInnen, RadfahrerInnen und sonstige VerkehrsteilnehmerInnen zu mindern?
Drucksache
Unfallgefahren Kreuzung Sörensenstraße, Werftstraße,
Schwedendamm, Preetzer Straße der Ratsfrau Ingrid Zimmermann (Ratsfraktion DIE LINKE) vom 06.11.2008 zur Ratsversammlung am 20.11.2008
Die zur Sitzung der Ratsversammlung am 20.11.2008 gestellte Kleine Anfrage beantworte ich wie folgt:
Frage 1: | Zu wie vielen Unfällen ist es an der o. g. Kreuzung in den letzten Jahren gekommen? | ||||||||||||||
Antwort: | Der Verkehrsaufsicht liegen die Unfallstatistiken der Polizeidirektion Kiel vor. Eine Unfallhäufungsstelle liegt vor, wenn sich in gleichen Fahrbeziehungen mindestens 3 Verkehrsunfälle (VU) ereignet haben. Verkehrsunfälle 2006 insgesamt 11 VU (1 schwer verletzte und 3 leicht verletzte Personen)
Verkehrsunfälle 2007 insgesamt 7 VU (1 schwer verletzte und 7 leicht verletzte Personen)
Verkehrsunfälle 2008 insgesamt 6 VU< 1 schwer und 1 leicht verletzte Person)
| ||||||||||||||
Frage 2: | Steigt das Gefahrenpotenzial der Kreuzung durch Teilverlagerungen des Verkehrs von der Bahnhofstraße? | ||||||||||||||
Antwort: | Ein direkter Zusammenhang ist nicht zu erkennen. Eine höhere Verkehrsdichte kann im Falle von Unfällen auch zu einer Verminderung der Unfallschwere führen.
| ||||||||||||||
Frage 3: | Welche Möglichkeiten sieht die Landeshauptstadt Kiel, durch deutlichere oder veränderte Markierungen, Änderung der Ampelphasen oder bauliche Maßnahmen das Gefahrenpotenzial für Fußgänger/innen, Radfahrer/innen und sonstige Verkehrsteilnehmer/innen zu mindern? | ||||||||||||||
Antwort: | Der Knotenpunkt weist eine sehr hohe Verkehrslast auf und ist Dreh- und Angelpunkt oberhalb des Joachimplatzes an den südlichen Stadtzufahrten Schwedendamm / Bahnhofstraße, Kaistraße und Werftstraße bzw. Gablenzbrücke zu den Kaianlagen. Die Kreuzungssymmetrie ist hier sehr ungewöhnlich. Werftstraße und Sörensenstraße treffen versetzt aufeinander, die Sörensenstraße liegt aus Fahrtrichtung Norden hinter einer Kuppe und in umgekehrter Richtung auf die Werftstraße zu, ist der gesamte Zulauf des Knotens wegen der Kuppe nicht einsehbar. Somit ergeben sich keine optimalen Sichtbeziehungen gegenüber dem zufließenden Geradeaus-Verkehr in die Werftstraße. Die Spurmarkierungen für die Kfz sind bereits auf die Hauptverkehrsströme ausgerichtet. Ergänzungen der Wartelinien für die Linksabbieger sind bereits vorgenommen worden, um die Wartepositionen auf der Kuppe dem Verkehrsteilnehmer besser anzuzeigen. Die Markierungen für die Fußgänger und Radfahrer sind bereits auf dem neuen Stand als Blockmarkierungen und sind als sicher zu bewerten. Die Anforderungstaster für eine relativ geringe Anzahl von Fuß/Radquerungen im Osten der Kreuzung sind dem Hauptverkehrsstrom angepasst. Hier würden geänderte Signalschaltpläne die Leistungsfähigkeit des Knotens deutlich einschränken. Die im Verhältnis zu der Gesamtheit der Verkehrsbeziehungen geringe Anzahl von Verkehrsunfällen zeigt, dass der weitaus größte Teil der Verkehrsteilnehmer bei Beachtung der Verkehrsregeln und aufmerksamer Fahrweise in der Lage ist, den Knotenpunkt gefahrlos zu passieren. Im Vergleich der letzten drei Jahre ist eine Abnahme der Gesamtunfälle zu verzeichnen. Ein auffälliges Unfallgeschehen liegt nicht vor. Die Verwaltung wird im Zusammenhang mit dem Luftreinhalteplan prüfen, ob bei veränderten Verkehrssituationen Anpassungserfordernisse in der Knotenpunktsgestaltung und –steuerung bestehen und ggf. entsprechende Vorschläge erarbeiten. |
Peter Todeskino
Bürgermeister