Antrag:
1) Einer Konzeptionierung von insgesamt vier Kulturkonferenzen im Rahmen der Erarbeitung des Konzeptes „Kiel -Kreative Stadt“ wird zugestimmt.
Die Verwaltung wird beauftragt, vier Kulturkonferenzen zu organisieren mit den Themen:
Kulturkonferenz I
Thema: Was verstehen wir unter Kultur?
Kulturkonferenz II
Thema: Kultur und Bildung für Kinder und Jugendliche
Kulturkonferenz III
Thema: Der Wirtschaftsfaktor Kultur
Kulturkonferenz IV
Thema: Die Umsetzung kulturpolitischer Maßnahmen
2 ) Der Einbeziehung des Kultur- und Wissenschaftssenates der Landeshauptstadt Kiel, verbunden mit einem entsprechenden Arbeitsauftrag, wird zugestimmt.
3 ) Dem geplanten Ablauf der Kulturkonferenzen mit max. 200 Personen aus den entsprechenden Bereichen der einzelnen Konferenzthemen, je zwei themenorientierten Impulsreferaten, einer moderierten Diskussion und einer abschließenden Formulierung der Konferenz-Ergebnisse, wird zugestimmt.
Bei den Einladungen soll darauf geachtet werden VertreterInnen aller Kulturen und Kulturbereiche zu berücksichtigen. Wegen der Transparenz ist dabei eine Offenlegung der Einladungsliste erforderlich.
4 ) Die erste Kulturkonferenz wird anhand folgender Rahmenbedingungen durchgeführt:
Zeitraum: Mitte Juni bis Mitte Juli 2009
Ort: Veranstaltungsraum Musikschule
Teilnehmer: max. 200, inklusive geladener Gäste aus dem Bereichen Kulturvereine, Kultur schaffende, Kultureinrichtungen, Hochschule ect.
Impulsreferate Konferenz I:
1 Was Kultur umfasst – von der Natur zur Kunst ?
- Hochkultur – Alltagskultur – Subkultur, die Vielfalt des Kulturbegriffs -
2 Was sind die Aufgaben und Möglichkeiten kommunaler Kulturpolitik ?
- Was kann Politik leisten – was soll Politik leisten ? -
5) Die Verwaltung wird beauftragt, auf Grundlage der vier Konferenz-Ergebnisse ein Konzeptpapier zu formulieren und dem Kulturausschuss zur Beratung und zur Verab-schiedung vorzulegen.
Begründung:
Um dem Auftrag der Ratsversammlung ein Kulturkonzept zu erstellen gerecht zu werden und zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu gelangen, ist bei der gewählten Methodik (dem Abhalten von breit angelegten Kulturkonferenzen) darauf zu achten, dass die nachfolgenden Konferenzen an das Ergebnis der jeweils voran gegangenen Konferenz anschließen können.
Sinnvoll erscheint es, mit einer Begriffsklärung den gesamten Diskussionsprozess beginnen zu lassen. Auch wenn sich alle Beteiligten einig darüber sind, dass die formulierten Leitlinien zur Kulturförderung die Ausgangslage (Ist-Zustand) der Diskussion darstellen, so ist „ Kultur “ ein so weit gefächerter und in seiner Bedeutung sehr unterschiedlich verwendeter Begriff, dass eine nähere Definition , und damit eine Präzisierung des Kulturbegriffes im Sinne der Diskussion, sinnvoll erscheint.
Ebenso sollte, um Missverständnisse zu vermeiden, innerhalb der ersten Konferenz erörtert werden, welche Möglichkeiten, Chancen und Schwierigkeiten dem politischen Handeln auf diesem Gebiet zugrunde liegen.
Sind diese Fragen geklärt, kann sich die 2. Kulturkonferenz mit dem von allen Parteien getragenem Schwerpunkt-Thema „Kultur und Bildung für Kinder und Jugendliche“ auseinander setzen.
Die dritte Konferenz sollte neben dem Thema „ Kultur als Standortfaktor “ alle wirtschaftlichen Aspekte des Kulturbereichs behandeln. Die Betrachtungen der Kosten, der Wirtschaftlichkeit und der Beschäftigung und deren Entwicklungsmöglichkeiten im Kulturbereich sind dann Ausgangslage für die vierte Konferenz, die sich basierend auf den Ergebnissen der Konferenzen I - III mit den Perspektiven kommunaler Kulturpolitik beschäftigen kann.