20. Mai 2010 Ayse Fehimli

Universitäts-Kooperation zur Recherche Novemberrevolution

Antrag:

1. Hat die Verwaltung Gespräche mit der Christian-Albrechts Universität über eine Kooperation zur Erstellung einer Stoffsammlung zur Novemberrevolution aufgenommen?

2. Wenn ja, wie ist der aktuelle Stand dieser Gespräche bzw. der Kooperationsarbeit?

3. Besteht die Möglichkeit, auch die Bearbeitung der Rückläufe auf einen Aufruf an die Bevölkerung zu bislang unveröffentlichten Dokumenten und eine Recherche im Bundesarchiv an seinen verschiedenen Standorten, im Landesarchiv Schleswig-Holstein und den Archiven der politischen Stiftungen über die Novemberrevolution in Kooperation mit der Christian-Albrechts Universität durchzuführen und so der Stadt Einsparungen von personellen, finanziellen und räumlichen Mittel, die für ein solches Projekt nötig wären, zu ermöglichen?

 

Antwort auf die Kleine Anfrage

Drucksache 0423/2010

Universitätskooperation zur Recherche Novemberrevolution der Ratsfrau Fehimli (Ratsfraktion DIE LINKE) vom 12.5.2010 zur Ratsversammlung am 20.5.2010

 

Frage 1:

Hat die Verwaltung Gespräche mit der Christian-Albrechts Universität über eine Kooperation zur Erstellung einer Stoffsammlung zur Novemberrevolution aufgenommen?

Antwort:

Ja.

 

Frage 2:

 

 

Wenn ja, wie ist der aktuelle Stand dieser Gespräche bzw. der Kooperationsarbeit?

 

Unser Ansprechpartner bei der Christian-Albrechts-Universität ist Herr Prof. Dr. Oliver Auge (Professur für Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Schleswig-Holstein).

Aktueller Sachstand:

Die Erstellung einer derartigen Materialsammlung stellt im Grunde ein Forschungsvorhaben dar, denn die Materialien müssen einzeln wissenschaftlich bewertet und eingeordnet werden.

Grundsätzlich ist ein solches Forschungsvorhaben ohne Drittmittel nicht umsetzbar.

So verbleiben im universitären Arbeitsablauf nur zwei Modelle einer weiteren Arbeit an einer Stoffsammlung zum Matrosenaufstand zumindest in fest umrissenen Teilgebieten: 1. ein Seminar mit Studierenden, 2. Vergabe einer Abschlussarbeit (Examen, Dissertation).

Zu1: Im Rahmen eines Seminars ist eine solche Stoffsammlung nur zu erstellen, wenn die Materialien in Kiel, und nicht weit zerstreut oder im Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg liegen.

Zu 2. Für eine Abschlussarbeit ist eine Stoffsammlung als Thema kein denkbares Projekt; eine Abschlussarbeit muss eine aktuelle wissenschaftliche Fragestellung verfolgen; eine Quellenrecherche, also auch eine Stoffsammlung, steht am Anfang dieser Arbeit, könnte aber u. U. kleinere Teile der Gewünschten Sammlung beinhalten.

Prof. Auge hat grundsätzlich großes Interesse daran, die Thematik der Kieler Marinegeschichte an einen Studierenden als Abschlussarbeit zu vergeben und auch künftig mit seinem Lehrstuhl zu verfolgen. Eine finanzielle Unterstützung durch die Landeshauptstadt Kiel würde die Realisierung eines solchen Vorhabens erheblich erleichtern.

 

Frage 3:

Besteht die Möglichkeit, auch die Bearbeitung der Rückläufe auf einen Aufruf an die Bevölkerung zu bislang unveröffentlichten Dokumenten und eine Recherche im Bundesarchiv an seinen verschiedenen Standorten, im Landesarchiv Schleswig-Holstein und den Archiven der politischen Stiftungen über die Novemberrevolution in Kooperation mit der Christian-Albrechts Universität durchzuführen und so der Stadt Einsparungen von personellen, finanziellen und räumlichen Mittel, die für ein solches Projekt nötig wären, zu ermöglichen?

 

Antwort:

 Siehe Antwort auf Frage 2.