Die Verwaltung wird beauftragt ein Konzept zu entwickeln, um in Kiel für das Thema Homophobie zu sensibilisieren. Dabei wird das Thema trans- und Intersexualität als Schwerpunkt mitaufgenommen.
Der Kernbereich soll bei der Schulsozialarbeit liegen. Eine Möglichkeit wäre mit entsprechend geschulten Einrichtungen wie der Haki e.V. zusammenzuarbeiten, um in den Kieler Schulen Aufklärungsarbeit zu betreiben, wobei auch besonders deutlich gemacht werden soll, wie die gesetzlich-politische Sachlage ist.
Zugleich sind auch Lehrer dafür zu schulen, dass sie bei entsprechendem Mobbing aktiv und entschlossen einwirken.
Ein Faltblatt, das entsprechende Inhalte an die allgemeine Bevölkerung vermittelt, wäre eine Maßnahme zur Erwachsenenbildung.
Flankiert werden soll das ganze in jedem Fall durch die öffentlichkeitswirksame Unterstützung der hochrangigen Stadtorgane wie Oberbürgermeister und Stadtpräsidentin.
Auch wenn in Kiel bedauerlicherweise keine Zahlen über homophobe Straftaten vorliegen, kann angesichts allgemeiner Statistiken davon ausgegangen werden, dass Homophobie als Hintergrund von Straftaten auch in Kiel ein Problem darstellt. Lesbische, schwule, inter- und transsexuelle Menschen haben mit einer Reihe von diskriminierenden Vorurteilen zu kämpfen. „Schwule Sau“ gilt als eins der beliebtesten Schimpfwörter auf deutschen Schulhöfen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Selbstmordrate homosexueller Jugendlicher viermal höher ist, als die von heterosexuellen Altersgenossen.
Deswegen gilt es besonders an Schulen die Sensibilität für das Thema zu fördern. Zum einen um Vorurteile durch Aufklärung abzubauen, zugleich aber auch um gegenüber potenziellen Straftätern zu verdeutlichen, dass die Stadt Kiel hinter den Mitmenschen steht, die nicht der heterosexuellen Norm entsprechen.