Mit einem Dringlichkeitsantrag im Kulturausschuss möchte Ratsfrau Ayse Fehimli, kulturpolitische Sprecherin der Ratsfraktion DIE LINKE, Licht in das Dunkel der Novemberrevolution 1918 in Kiel bringen:
„Die (auf Initiative der LINKEN) nun alljährliche Gedenkveranstaltung der Stadt, die ausführliche Berichterstattung über Fotos von dem Kieler Matrosenaufstand und erste Benennungsvorschläge für den Bahnhofsvorplatz an der „Kaisertreppe“ beweisen ein erfreuliches Interesse in der Kieler Bevölkerung.
Wegen der relativ dünnen Quellenlage zu diesen wichtigen Tagen deutscher Geschichte in Kiel wollen wir die Verwaltung beauftragen, bislang unveröffentlichte Dokumente (wie Briefe, Tagebuchnotizen, Akten, Berichte von ZeitzeugInnen, Fotografien o.ä.) bundesweit in Archiven und Quellensammlungen anzufragen und zu recherchieren. Auch Privatpersonen werden zur Mithilfe aufgerufen, mit eigenen Fundstücken das Geschichtsbild zu komplettieren.“ Ratsfrau Fehimli möchte mit dem Antrag Dr. 1109/1009 diese Materialsammlung in Kooperation mit der Christian-Albrechts Universität und anderen Interessierten bewirken und im Kulturausschuss im Februar 2010 über die ersten Ergebnisse der bundesweiten Quellenforschungen beraten können.
Zu Beginn der Sitzung am 23.11.2009 wurde die Dringlichkeit des Antrags mit zwei Dritteln der Kulturausschussmitglieder anerkannt.
Nachtrag:
Der Antrag wurde mit zwei redaktionellen Veränderungen gegen die Stimmen der CDU mit denen aller anderen Fraktionen angenommen.