Die Ratsfraktion DIE LINKE begrüßt es, dass SPD und Grüne der Initiative gegen Homophobie im Ausschuss für Schule und Sport gefolgt sind.
„Wir freuen uns sehr, dass, wenn auch nach einem längeren Nachdenkprozess, SPD und Grüne nun die Notwendigkeit unseres Antrages erkannt haben.“, so Fraktionsvorsitzender Florian Jansen.
Homophobie bezeichnet die Feindseligkeit gegen Schwule, Lesben, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle Menschen. Dadurch haben die betroffenen eine ungemein erhöhte Belastung im Alltag zu ertragen. Allgemeine Statistiken weisen ganz klar darauf hin: Homosexuelle Jugendliche haben ein viermal höheres Selbstmordrisiko als heterosexuelle Gleichaltrige. Das beliebteste Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen ist „schwule Sau“.
Derartige Phänomene darf die Politik nicht tatenlos mit ansehen. Homophobie ist ein Angriff auf unser Selbstverständnis als freie und demokratische Gesellschaft. In Kiel sollte ein jeder in der Lage sein, sein persönliches Liebesglück an der Förde zu finden, ohne deswegen von physischer oder psychischer Gewalt bedroht zu sein. Ohne DIE LINKE wäre dieses Thema nicht auf der Tagesordnung der Kieler Ratspolitik gelandet.