25. August 2011

Mehr Bio-Essen: Klientelpolitik auf dem Rücken der Bedürftigen

Günther Havlena/pixelio.de

Die Ratsfraktion DIE LINKE deckt auf: Das eigentlich gut klingende Ansinnen für mehr Bio-Essen in KiTas zu sorgen, hat den Haken, dass das Geld dafür bei der frühkindlichen Bildung abgezweigt wird.

„Mehr Bio, wer will das nicht? Aber wenn man dann liest, dass dafür Gelder, die für die frühkindliche Bildung gedacht waren, eingesetzt werden sollen, dann muss man schon schlucken. Bei Bio oder Bildung, sagt die Kooperation: Bio ist wichtiger“ so Ratsherr Stefan Rudau.

Die Begründung des Antrages enthält den Hinweis, dass eine Finanzierung durch Mittel erfolgen soll, die eigentlich für die frühkindliche Bildung gedacht waren. Darunter fallen zum Beispiel die individuelle Förderung, Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund, oder auch die interkulturelle sowie interreligiöse Erziehung. Auf den Punkt gebracht: Das Geld wird den Bedürftigen entzogen und in eine Klientelpolitik für Grüne investiert.