Der Ortsbeirat Mitte stimmte mehrheitlich für den Antrag ein Werkstattverfahren zu den Ansiedlungsplänen von Möbel Kraft durchzuführen, bevor eine konkrete Standortaussage getroffen wird. Die Ratsfraktion DIE LINKE hofft, dass der Bauausschuss das nicht einfach ignoriert.
„Auch wenn Möbel Kraft uns allen gestern die Pistole auf die Brust setzen wollte: Der Ortsbeirat Mitte, als bürgernahes Gremium, hat sich nicht beeindrucken lassen. Die Menschen wollen ein Werkstattverfahren. Ich appelliere an die Mitglieder des Bauausschusses, dieses Votum ernst zu nehmen!" so Ratsherr Stefan Rudau.
Bei der gemeinsamen Ortsbeiratssitzung der Quartiere Schreventeich und Mitte waren schätzungsweise 250 BürgerInnen anwesend, die ihrem Zorn über die fehlte Informationspolitik des nicht anwesenden Oberbürgermeisters Luft machten. Es stehen deutlich mehr Fragen als Antworten im Raum. Diese Fragezeichen sind gestern nochmal größer geworden.
Die Fraktion DIE LINKE hat dem Bauausschuss einen Antrag vorgelegt, in dem gefordert wird, vor dem endgültigen Beschluss Möbel Kraft das gewünschte Gelände zu überlassen, zu überprüfen, wie sich das Verhältnis von jetzigem Fehlbedarf und der Angebotsdeckung durch Möbel Kraft tatsächlich darstellt. Der lapidare Satz der Verwaltung, dass es in Kiel einen großen Bedarf gebe, muss mit überprüfbaren Inhalten gefüllt werden. Außerdem fordert DIE LINKE wie der Ortsbeirat Mitte ein Werkstattverfahren zur Standortfrage durchzuführen. Die BürgerInnen müssen bei derart großen Eingriffen in ihre Stadt beteiligt werden.