30. Juni 2011

Die Kooperation wird unseren Erwartungen gerecht

Die Ratsfraktion DIE LINKE ist nicht überrascht davon, dass die Überweisung ihres Antrages das Tourismuskonzept der Stadt Kiel um den Aspekt „Gay Friendly“ zu erweitern an den Wirtschaftsausschuss nichts weiter als Taktik war, um den Antrag abseits der Öffentlichkeit abzulehnen. 

„Wie so oft hat sich die Kooperation in der Ratsversammlung also warmer Worte bedient, um ihr eiskaltes Kalkül zu verstecken. Sie widerspricht mit dieser Ablehnung ihren eigenen Forderungen. Wir können jetzt nur hoffen, dass die Verwaltung unsere Idee aufgreift. Dann könnte sich Rot-Grün die Lorbeeren dafür ja doch noch einheimsen.“, so Fraktionsvorsitzender Florian Jansen.

Ratsfrau Katja Günther (Grüne) bezeichnet in einem Beitrag für das queere Veranstaltungsmagazin Hajo, Kiel als die „Stadt der gelebten Vielfalt“. Die nun erfolgte Entscheidung straft diese Aussage Hohn. DIE LINKE wollte ein Konzept erarbeiten, dass homo-, bi-, trans-, und intersexuelle Menschen in die Stadt lockt, weil wir Frau Günthers Floskel als tatsächlichen Anspruch an unsere Politik sehen. 

Auch die sich selbst als Ansprechpartnerin für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in der Kieler Politik bezeichnende Ratsfrau Swenja Robinius (SPD) scheint wenig Engagement an den Tag zu legen, wenn die Kooperation nun ihren eigenen Proklamationen widerspricht. 

Erst am 19.05.2011 veröffentlichte die Kooperation eine Pressemitteilung mit dem Titel „Vielfalt statt Einfalt“, in der sie zielgruppenbezogene Tourismuswerbung forderte. Die Ratsfraktion DIE LINKE ist enttäuscht, aber nicht überrascht über die Heuchelei mit der SPD und Grüne wieder einmal die Erwartungen der Menschen erst wecken, um sie dann zu verraten.