9. Juni 2011

Die leeren Worthülsen der Kooperation

Die Ratsfraktion DIE LINKE hält die Überweisung der Anträge zur Förderung der Akzeptanz von schwulen, lesbischen, bi-, inter- und transexuellen Mitmenschen für überflüssig.

„Es ist schade, dass die Kooperationsfraktionen sich nicht trauen, den öffentlichen Äußerungen in ihrer Pressemitteilung 'Vielfalt statt Einfalt' folgend auch öffentlich den entsprechenden Anträgen der Ratsfraktion DIE LINKE zuzustimmen.”, so der Fraktionsvorsitzende Florian Jansen.

Die Kooperation veröffentlichte am 19.05.2011 die angesprochene Pressemitteilung, in der sie sich für die Zukunft große Taten auf die Fahnen schrieb. Es wurde gefordert über eine zielgruppenbezogene Tourismuswerbung nachzudenken. Die Ratsfraktion DIE LINKE stellte zur Ratsversammlung am 09.06.2011 den Antrag Kiels Tourismuskonzept um den Aspekt „gay friendly“ zu erweitern. Die Kooperation verschob den Antrag, anstatt zu handeln.

Zudem wurde in der Presseerklärung laut darüber nachgedacht im Bereich der Bildung für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben, Bisexuellen und Trangendern zu sensibilisieren. Die Fraktion DIE LINKE forderte nun ein Konzept gegen Homophobie zu erarbeiten. Ein Phänomen, dass die Kooperation als ein anhaltendes Problem ansieht. Auch hier waren die anderen Fraktionen nicht bereit, öffentlich einem Antrag der LINKEN zuzustimmen und verschoben ihn stattdessen.

Katja Günther (Grüne) stellt sich gerne beim CSD auf die Bühne und spendet warme Worte, aber ihre Fraktion, wie auch der Rest der Kooperation hat  hoffentlich noch mehr zu bieten.