Die Ratsfraktion DIE LINKE fordert die BürgerInnen Kiels auf, sich an den Protestkundgebungen am 1. Mai zu beteiligen.
Bisweilen entsteht der Eindruck, der 1. Mai sei nichts weiter als ein verstaubter Traditionstermin von Nostalgikern der Arbeiterbewegung. Doch die Realität ist eine andere. Die Realität heißt auch in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt: Ausbeutung.
„Es ist notwendig, dass sich die Zivilgesellschaft auf der Straße artikuliert. Als einzig echte parlamentarische Opposition dringen wir mit unseren Forderungen oft nicht durch.“, sagt die stellvertretene Fraktionsvorsitzende Ayse Fehimli.
Millionen Menschen in Deutschland arbeiten zu Hungerlöhnen, die Regierung subventioniert die Lohndumpingunternehmen sogar noch. Die Leiharbeit wird zur Kostensenkung missbraucht und die Regierung verweigert die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, der gerade vor dem Hintergrund der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Mittel- und Osteuropa dringen notwendig wäre, damit nicht einmal mehr ArbeitnehmerInnen gegeneinander ausgespielt werden.
Deswegen ist es auch für die BürgerInnen Kiels notwendig, sich der Profitgier des Systems entgegenzustellen und dafür zu streiten, dass der Mensch fair und in Würde für sich und seine Familie sorgen kann. Am 1. Mai gilt es solidarisch an der Seite seiner Mitmenschen zu stehen, um sich dafür einzusetzen, dass Menschenwürde bei der Arbeit auch im Kapitalismus verwirklicht wird. Oft haben die Menschen in diesem Lande bewiesen, dass sich die herrschende Politik ihnen nicht verweigern kann. Der 1. Mai hat nichts von seiner Aktualität eingebüßt.
Veranstaltung: 1. Mai Demonstration ab 10 Uhr vom Wilhelmplatz. Danach Kundgebung und Familienfest, Gewerkschaftshaus DGB, Legienstraße 22-24