16. Mai 2011 Ratsfraktion

Homophobie – war da mal was?

Die Ratsfraktion DIE LINKE nimmt den Tag gegen die Homophobie zum Anlass zu hinterfragen,  wie der Sachstand in Kiel ist.

„Homophobie, besonders wenn sie Hintergrund von Straftaten ist, muss von einer freiheitlichen Gesellschaft als Ganzes entschieden bekämpft werden. Straftaten gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intersexuelle Menschen sind Angriffe auf das Selbstbestimmungsrecht und auf die Gleichheitsgrundsätze unserer Gesellschaft“, so Ratsherr Stefan Rudau.

DIE LINKE Ratsfraktion will deshalb zur nächsten Ratsversammlung wissen:

  1. Welchen Kenntnisstand (Fallzahlen, Statistiken usw.) besitzt die Verwaltung zum Phänomen homphober Straftaten in Kiel?
  2. Welche Konzepte bzw. Maßnahmen wurden in der Stadt Kiel bisher erarbeitet und umgesetzt, um diesem Phänomen zu begegnen?
  3. Plant die Verwaltung in der Zukunft weitere Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, um Straftaten mit homophoben Hintergrund entgegenzuwirken und/oder vorzubeugen?

Homophobie geht uns alle an! Die Politik muss konsequent gegen derartige Phänomene vorgehen, besonders vor dem Hintergrund, dass die verfehlte Gleichstellungspolitik und die politische Ausgrenzung  von homo-, bi-, trans- und intersexuellen Menschen für Straftäter eine Legitimationsquelle darstellt. In einem demokratischen System brauchen Minderheiten den Schutz der Gesellschaft und besonders der Politik. Der persönliche Lebensentwurf darf nicht Risikofaktor sein, Opfer einer Straftat zu werden. Wir als LINKE  legen hier den Finger in die Wunde.