Anlässlich des diesjährigen Welt-Aids-Tages in Kiel wendet die Ratsfraktion DIE LINKE ihren politischen Blick im Bezug auf HIV neben der Prävention von Infektionen auf die Inklusion von HIV-Positiven Menschen.
„Neue Behandlungsmethoden machen aus HIV eine chronische Krankheit. Betroffene können viel mehr als früher am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Deswegen müssen wir uns darum kümmern, dass HIV-Positive an der Gesellschaft teilhaben können. Sie haben wie jeder kranke Mensch, das Recht auf Solidarität, Teilhabe und ganz besonders auf Würde!“, so der Fraktionsvorsitzende Florian Jansen.
Die Ratsfraktion DIE LINKE wird zu den Haushaltsberatungen den Antrag einbringen, Verhütungsmittel für finanziell Benachteiligte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es der LINKEN nicht nur um die Verhinderung ungewollter Schwangerschaften, sondern im Besonderen auch um den Gesundheitsschutz.
Die Fraktion brachte im November aber auch eine Kleine Anfrage ein, mit der sie erodieren wollte, wie es um die Inklusionsbemühungen vor Ort bestellt ist. Die Politik muss sich neu ausrichten. HIV positive Menschen werden, wie andere Menschen mit chronischen Erkrankungen auch, über lange Jahre und Jahrzehnte mit der Krankheit leben und haben selbstverständlich den Anspruch ein ganz normales Leben zu führen. Deswegen müssen die Anstrengungen ihnen ein Leben in Würde und Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen verstärkt in den Fokus genommen werden, da alte Stigmata nach wie vor derartiges verhindern und soziale Isolation fördern.