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Bild: Stefan Karstens

Daniel Hofmann

Bürgerbeteiligung im Fall Katzheide endlich ernst nehmen!

Zur geschäftlichen Mitteilung zu den Kieler Bädern erklärt der sportpolitische Sprecher der Ratsfraktion DIE LINKE, Daniel Hofmann:

„Ich finde es erfreulich, dass Herr Stöcken im Rahmen dieser Mitteilung nun endlich einmal wenigstens irgendetwas vorlegt, das in Richtung einer Planung in Bezug auf eine Sanierung von Katzheide geht. Das ist aber leider auch fast das einzige Positive, dass ich mit Blick auf das Gaardener Freibad, zu dieser Vorlage sagen kann!“ Ein Bericht zur wirtschaftlichen Weiterführung des Freibades hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr da sein sollen. Ein Entwurf wurde Ende 2016 auch vorgelegt. Dessen Veröffentlichung wurde von der Brückengruppe wegen gravierender Mängel aber abgelehnt und Nachbesserungen eingefordert. Diese stehen nach wie vor aus.
Stattdessen legt Dezernent Stöcken in seiner geschäftlichen Mitteilung eine Planung vor, die zwar einzelne Wünsche der wenigen Kinder und Jugendlichen, die beim Beteiligungsverfahren zur Zukunft Katzheides mitgemacht haben, aufgreift, aber in den wesentlichen Punkten an den Plänen von Verwaltung und Ratsmehrheit auf dem Stand vor dem erfolgreichen Bürgerbegehren festhält. So soll z.B. die Fläche des Freibades nach den Vorstellungen von Stöcken auf die Fläche des bisherigen Schwimmerbeckens eingedampft werden, vom Sprungturm ist keine Rede mehr und die Liegewiese soll von der Schwimmfläche durch einen Zaun getrennt und in den Sport- und Begegnungspark eingegliedert werden.

„Gerade die großzügige Liegewiese und das Vorhandensein mehrerer getrennter Becken für Kleinkinder, Nichtschwimmer und Schwimmer machen doch den Charakter dieses Freibades aus! Und nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren für den Erhalt von Katzheide, dessen Anliegen auch von der Ratsversammlung übernommen wurde, haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch im Bürgerbeteiligungsverfahren klar für den Erhalt dieser Merkmale ausgesprochen. Ich kann verstehen, dass Herrn Stöcken die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens nicht passen, weil sich die Bürgerinnen und Bürger nicht auf die von der Moderatorin vorgegebenen Verkleinerungswünsche einlassen wollten. Aber deshalb kann er diese Ergebnisse nicht einfach ignorieren und sich lediglich einzelne Rosinen aus dem Verfahren rauspicken. Hier heißt es endlich den Bürgerwillen zu respektieren und Katzheide als Freibad umfassend zu sanieren!“, so Hofmann abschließend.